Die Einladungen für 2016 sind raus!

Hallo liebe Freunde,

wir sind in freudiger Erwatung. Endlich steht das Programm für 2016.

Die Einladungen zum 17. Selbstfahrer-Treffen (auch Brakeler Heilschlammtreffen genannt) sind raus.

SF2016-Schild

17. Selbstfahrer-Treffen 05.05.2016 – 08.05.2016 (Himmelfahrt)

Flyer 2016 Seite 1
Flyer 2016 Seite 2
Platzordnung

Wer keine Einladung bekommen hat, war entweder böse, hat eine neue E-Mail Adresse, auf der Anmeldung unleserlich geschrieben oder wurde schlichtweg vergessen. (bitte ggf. unter: anmeldung2016@selbsftfahrer-treffen.de nachfragen)

Wer seine Einladung doppelt bekommen hat, den haben wir doppelt gerne (hoho) oder es sind unterschiedliche/mehrere E-Mail Adressen hinterlegt.

Auch in diem Jahr haben wir wieder ein abwechslungsreiches Programm für euch zusammengestellt.

Denkt bitte daran, dass das Treffen von eurer aktiven Beteiligung lebt.

Wer möchte, kann sich im kommenden Jahr mit einen Workshop, Bildvortrag oder sonstiger Aktivität einbringen?

In diesem Sinne, Berti und das Selbstfahrer-Team

PS Bilder von 2015 gibt es wie immer (viel) später.

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Einladung zum Treffen 2016

Hallo Freunde,

die Einladungen zum Treffen 2016 gehen in den kommenden Tagen raus!

Grüße, Berti

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Selbstfahrer-Treffen 2016 Programm

Hallo,

wie jedes Jahr die Info zum Selbstfahrer-Treffen.

Es handelt sich um ein Reisetreffen für Individualisten unabhängig vom Fortbewegungsmittel.

Beste Grüße, Bert
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Selbstfahrer-Treffen vom 05.05. – 08.05.2016 (Himmelfahrt)

Schild 2016

Das folgende Programm steht schon fest. (vorbehaltlich möglicher Änderungen)

Donnerstag 05. Mai
Vorträge:

» Erlebnis Wüstenrally (Mark)
» Mit dem Handelsschiff zurück in die 70er (Uli)
» OutdoorCollege Norwegen (Lisa)

Freitag 06. Mai
Vorträge:

» Cuba Libre, Sonne und Cohibas (Nico)
» Im Taxi durch den Busch (Manu)

Samstag 07. Mai
Vorträge:

» Mit dem Fernwehmobil in die Mongolei (Benno)
» Auf 2 Rädern und vier Pfoten durch Marokko (Rainer)


Vorschau Bilder zu den Vorträgen gibt es hier . . .

Mitmach-Workshops/Angebote
»LKW Plane schweißen« (Andreas)
(Wir suchen noch Leute die ebenfalls etwas zum Thema beitragen möchten)
»Klappstuhlgymnastik mit unserer Fitnesstrainerin« ( Isabell)
»17 KM - Wanderung« (Fränki)
»einmal andersrum!- Moppedausfahrt« (Andreas)
»Kinder Schnitzeljagd« (Birgit)

Wie in jedem Jahr gibt es auf Wunsch Verpflegung aus der Gulaschkanone (alternativ: Grillgut), Gemeinschaftsfrühstück, Lagerfeuer, klönen, Musik,
Geschicklichkeitswettbewerb, “Das Schwein” uvm.

Du möchtest selbst mal einen Programmpunkt (Dia-,Film-Vorführung, Workshop usw.) beisteuern? Melde dich . . .

Allgemeine Hinweise:
Das Treffen ist nicht kommerziell, sondern eine private, nicht öffentliche Veranstaltung des Selbstfahrer e.V..
Zur Teilnahme ist eine persönliche Einladung erforderlich.

Bitte frühzeitig anmelden, damit wir entsprechend planen können!

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Selbstfahrer-Treffen 2014 Einladungen

Juhu liebe Freunde.

Wir freuen uns, dass es uns noch gibt. Freut euch mit uns.

Die Einladungen zum 15jhrigen Jubilum des Selbstfahrer-Treffen (auch Brakeler Heilschlammtreffen genannt) sind raus.

SF2014-Schild

15. Selbstfahrer-Treffen 29.05.2014 – 01.06.2014 (Himmelfahrt)

Wer keine Einladung bekommen hat, war entweder bse, hat eine neue E-Mail Adresse, auf der Anmeldung unleserlich geschrieben oder wurde schlichtweg vergessen. (bitte ggf. unter: anmeldung2014@selbsftfahrer-treffen.de anfragen)

Wer seine Einladung doppelt bekommen hat, den haben wir doppelt gerne (hoho) oder es sind unterschiedliche E-Mail Adressen hinterlegt.

Auch in diem Jahr haben wir wieder ein abwechslungsreiches Programm fr euch zusammengestellt.

Denkt bitte daran, dass das Treffen von eurer aktiven Beteiligung lebt.

Wer mchte sich beim “Runden Tisch Reisen mit Waldi und andere Problemflle” einbringen, evtl. noch einen Workshop fr dieses Jahr anbieten oder 2015 einen Bildvortrag zeigen?

Da wir einen Rckblick auf die vergangenen Jahre 15 Jahre Heilschlammtreffen in Brakel planen (und die Webseite ergnzen wollen), suchen wir unverffentlichtes Bild- und Videomaterial der zurckliegenden Treffen.

In diesem Sinne, Berti und das Selbstfahrer-Team

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Selbstfahrer-Treffen 2014

Hallo Freunde,

ja,ja . . . bitte nicht qungeln.

Die Einladungen zu unserm 15. Selbstfahrer-Treffen (29.05.14-01.06.14) gehen in den nchsten Tagen samt Programm raus.

Juhu, wir haben Jubilum.

Dann gibt es (wie immer) auch die Bilder vom Vorjahr (also 2013)

Beste Gre, Berti

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Frosch “Das haut dem Fass die Krone ins Gesicht!”

Hallo meine Lieben,
eine letzte Mail, mit so unglaublichen Erlebnissen, dass ich sie euch nicht vorenthalten konnte. Aber lest selbst.
Herzlichst
Gerd

Das haut dem Fass die Krone ins Gesicht!

Wir sitzen im Flugzeug. Noch eine Minute bis zum Start. Die Turbinen drhnen. Zwei Flugbegleiterinnen erscheinen. Haben Sie einen Hund dabei? Wo ist er? Ich hoffe doch eine Etage tiefer im Gepckraum! antworte ich. Der Hund ist nicht an Bord. Sie haben die Wahl: Entweder aussteigen oder ohne den Hund fliegen! Geschockt und voller Entsetzen und Wut erkundige ich mich nach dem Warum. Dieser Flugzeugtyp ist im Gepckraum zu schlecht durchlftet, als dass er Tiere transportieren drfte. Wir steigen aus, was bleibt uns brig.
Vierzehn Tage vorher hatten wir den Flugplatz aufgesucht um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung mit dem Tiertransport sei. Ja, sie brauchen keinen Tierarzt mehr aufzusuchen, der Hund ist besttigt, alles klar. Natrlich suchen wir drei Tage vor Abflug noch den Tierart auf, doch fr die Gesundheit von Strolch interessiert sich in den USA ja ohnehin niemand.
Wir geben also drei Stunden vor Abflug Strolch, der wohl ahnt, was auf ihn zukommt und verzweifelt versucht, sich zu befreien, am Schalter fr Sondergepck ab. Vorher zahlen wir 200 US$ Alles klar gegangen diesmal. Denkste!
Man bucht uns um fr einen Lufthansaflug und erreichen den Abfertigungsschalter zehn Minuten vor Abflug. Nein, zu spt. Jetzt knnen wir den Hund nicht mehr mitnehmen. Wenden Sie sich doch bitte wieder an Delta. Die Leute von Delta, hilfreich wie sie sind, suchen uns sogleich einen neuen Flug nach Frankfurt. Problem: Der Flugzeugtyp. Direktflug ist daher nicht.
Ihr Hund ist an Bord, steigen Sie bitte, wird uns mitgeteilt, nachdem ein neuer Flug gesucht wurde. Gerade will ich Platz nehmen, als Claudia von hinten ruft: April, April, es ist der falsche Hund. Na ja, mit einem kleinen Terrier von zu Hause starten, um dann mit einem Labrador zurckzukommen, wollten wir eigentlich ja auch nicht. Also wieder kurz vor Abflug raus.
Eine neue Flugverbindung wird gesucht. Diesmal solls ber Detroit und Amsterdam gehen. Wir erscheinen eine Stunde vorher am Abflugschalter. Ist unser Hund an Bord? Keine Ahnung. Man sucht im Computer fragt.Der Hund ist weg! Whrend ich dies schreibe, warten wir noch immer. Natrlich ist unser Flug lngst Richtung Detroit unterwegs.
Da werden Erinnerungen wach. Als wir bei unserem Flug nach Sdamerika Strolch zum ersten Mal mitnahmen, begannen die Probleme in der Dominikanischen Republik. Nach der Landung war er verschwunden. Rund drei Stunden suchten wir das gesamte Flughafengelnde nach ihm ab. Der ist bestimmt lngst tot lautete der mitfhlende Kommentar eines freundlichen Flughafenangestellten. Nachdem ich mir die Fe blutig gelaufen hatte (im wahrsten Sinn des Wortes), wurde er dann bei einer Angestellten der Condor gefunden Warum haben Sie sich nicht um den Hund gekmmert?!? werden wir wtend von ihr empfangen. Dass er sowieso nicht nach Panama weiterbefrdert werden wrde, erfuhren wir kurz darauf von der Fluggesellschaft, die den Anschlussflug bernehmen sollte. Wir mussten also neu buchen. ber Miami gings dann nach Santiago. Kostete die Kleinigkeit von 2500 US$.
In Mexiko City wollten wir gerade Strolch abgeben, um nach Frankfurt zurck zu fliegen. Es waren noch etwa zwei Stunden Zeit. Man hatte ihn problemlos von Tijuana in die Hauptstadt geflogen, was sollte also schief gehen. Ihr Hund hat keine amtsrztliche Gesundheitsuntersuchung erffnete man uns am Abfertigungsschalter der KLM. Ich zeige die Flugkarte des Tieres, erklre, dass er alle rztlichen Untersuchungen habe, da er immer und immer wieder in Sd- und Mittelamerika von den verschiedensten Tierrzten untersucht worden war. Aber die sind lter als drei Tage. Man hatte aber einen Rat bereit: Auf dem Flugplatz gibts eine Veterinrstelle, ist ein Stockwerk tiefer. Wir suchten und suchten, die Zeit lief uns weg. Dann fanden wir sie tatschlich. Ein dicker, brsiger Typ hockte vor seinem Computer, an uns vllig uninteressiert. Hier ist das Branchentelefonbuch von Mexiko City. Suchen Sie sich einen Tierarzt. Klasse. Es war Samstag Abend, in etwa einer Stunde ging der Flug. Eine Frau, die unser Problem verstand, rief fr uns an, und tatschlich: Eine Viertelstunde spter erschien der Veterinr. Schnell untersuchte er Strolch. Sofort danach machte ich mich im Laufschritt auf zum Schalter der Fluglinie, den Transportbehlter mit Strolch darin wild hinter mir herschleudernd. Claudia wartete derweil auf die Ausstellung der Papiere. Es reichte gerade, dass wir das Flugzeug erwichten.
Im Moment tauchen immer wieder Angestellte von Delta Airlines auf uns versichernd, dass alles versucht wrde, den Hund zu finden. Mal sehen, wie es diesmal ausgehen wird.
Dann: Hurra, Strolch ist gefunden!
Freudig kommt die in eine pinkfarbene Jacke gekleidete junge Dame auf uns zu und verkndet, dass er sich in der Cargo-Abteilung befnde und auf schnellstem Weg in unser Flugzeug nach Amsterdam gebracht wrde. Detroit entfllt, dafr halt Amsterdam und dann Frankfurt. Ursprnglich sollten wir gegen acht Uhr morgens in Frankfurt landen; jetzt wird es halb acht nachmittags. Aber egal, wenn Strolch nur heil ankommt. Im Moment warten wir wieder auf die Besttigung, dass er Bord ist. Die neuen Bordkarten haben wir bereits, ebenso wie einen Scheck ber 200 Doller fr unsere Unannehmlichkeiten. Wenn sie wssten, wo sie sich den hinstecken knnen!
Todmde und mit den Nerven ziemlich runter erreichen wir Frankfurt. Strolch geht es den Umstnden entsprechend, bedenkt man, dass er fas 36 Stunden in seinem Transportkorb verbrachte. Wir warten auf unser Gepck und erfahren, dass es sich noch in Atlanta befindet und bermorgen eintrfe. Was solls, sollen die Plnnen halt noch etwas lnger unterwegs sein. Wir mieten ein Auto und machen uns vllig erschpft auf den Weg nach Hause.

Kommentar

Frosch “Die letzten Wochen”

Hallo meine Lieben,
noch ein letztes Mal etwas Text und zwei Bildchen, bevor wir am Sonntagmorgen in Frankfurt ankommen. Im Moment stehen wir auf einem schnen Campingplatz rund 100 km sdlich von Atlanta. Ein Unterstellplatz fr das Auto ist gebucht, ebenso die Fahrt zum Flugplatz mit einem Taxi. Auch der Hund wurde einer Tierrztin vorgestellt und als transportfhig befunden. Mal sehen, was trotzdem noch schiefgeht….
Bis demnchst; wir freuen uns, Euch persnlich wiederzusehen.

Herzlichst, Claudia, Gerd und Pelzgesicht

Die letzten Wochen

Von Minnesota fahren wir wieder nach Norden. Uns steht nicht der Sinn nach eintnigem Farmland, wo wir doch bis zum Rckflug noch fast sechs Wochen Zeit haben. Also auf nach Ontario, der kanadischen Provinz, die aus mehr Seen als Landflche zu bestehen scheint. Hunderttausend blaue Wasserflchen, alle umrandet mit dichten Laub- und Nadelwldern, erwarten uns. Tiefste Wildnis, mit dem Nachteil, dass nur wenige Wege hindurch und zum Wasser fhren. Und wenn, dass ist an diesen Stellen das Campen verboten. Wir lassen uns nicht entmutigen und finden ungestrte Stellpltze auf kleinen Waldlichtungen, die mit Heidel- und Himbeerstruchern bestanden sind. Schnell blasen wir das kleine Schlauchboot auf und begeben ans aufs Wasser.
Strolch kommt natrlich mit, auch wenn er dazu seine Schwimmweste tragen muss. Da sich der blaue Himmel schnell mit Wolken beziehen und der Wind auffrischen kann, scheint uns diese Vorsichtsmanahme geraten. Er legt seine Vorderpfoten auf den vorderen Bootsrand, darauf den Kopf und geniet das leichte Schaukeln auf dem Wasser.
Spter gehts ohne ihn zum Angeln; leider erfolglos. Es ist seit Tagen sehr hei, die Fische mgen offenbar nicht beien. Kann man nichts machen, wir halten uns an den Heidelbeeren schadlos.
Natrlich gibt es hier auer dem blichen Wildbestand auch wieder Bren, so dass wir bei den Spaziergngen mit Strolch vorsichtig sein mssen. Wir haben keine Waffen und nur mit einem Stock mchte ich keine Attacke abwehren mssen. Aber wie raten die Faltbltter: Laut singen, wenn einer kommt, in die Hnde klatschen oder ihn anbrllen, ansonsten auf den Boden legen und Toter Mann spielen. Aber was, wenn er sich den Strolch packt?

Appalachen

Niagara-Faelle.jpg

Nach knapp zwei Wochen haben wir den Oberen der Groen Seen umrundet und berqueren erneut die US-Grenze. Wir besuchen die beeindruckenden Niagara-Flle, dann gehts durch die Staaten New York, Pennsylvannia, West Virginia nach Virginia. Tagelang fahren wir durch die nrdlichen Appalachen, neben den Rocky Mountains der zweite groe Gebirgszug, allerdings im Osten. Zwar sind die hchsten Erhebungen nur rund 1000 m hoch, doch durchqueren wir stndig tiefe Schluchten und kmpfen mit steilen Anstiegen. Die unendlichen dichten Wlder werden aufgelockert von kleinen, sehr gepflegten Farmen, Drfern und Stdtchen. Vor jedem Haus finden sich mit der Nagelschere geschnittene Rasenflchen; alles sehr gepflegt und pieksauber. Allerdings finden wir nur mit Mhe Stellpltze fr die Nacht.
Heute herrscht den ganzen Tag drckende Schwle, so dass wir beschlieen, den Shanondoah-NP aufzusuchen und uns auf einem Campingplatz zu erholen. Natrlich wieder die obligatorischen Warnungen vor ?ren, die es auch hier in den Hochlagen der Appalachen geben soll. Wir mssen sogar unterschreiben, dass wir keine Lebensmittel auerhalb des Fahrzeugs lagern. Wir machen uns keine Sorgen. Viele Besucher schlafen schlielich in Zelten. Dann bellt Strolch wie wild. Irgendwie klingt es ngstlich, er hat sich unters Auto verzogen. Sollte er sich vor den Rehen frchten, die vllig ohne jede Scheu auf den Lichtungen sen? Eigentlich nicht seine Art. Claudia geht mit ihm ein paar Schritte spazieren und berichtet, dass sie einen Schwarzbren gesehen htten, nur ein paar Schritte entfernt. Schnell packen wir alle Lebensmittel in die Khltruhe und verschlieen die Eingangstr. Spter will sie noch einmal eine kleine Wanderung machen und bittet mich, mitzukommen. Ich soll im Fall des Falles also mit dem Bren kmpfen.
Als Strolch pltzlich unruhig wird, sehen wir im Gebsch tatschlich auch wieder einen Schwarzbren friedlich sen. Offensichtlich haben sich hier im Park die Wildtiere total an den Menschen gewhnt. Aber, zumindest was uns betrifft, noch nicht alle Menschen an die Bren.

Wir stehen vor einem kleinen Wldchen auf einer noch kleineren Wiesenflche am Rand einer Landstrae, eigentlich einem besseren Feldweg. Rechts an unserer Seite eine Tabakpflanzung, deren goldgelbe Stauden allmhlich braune Frbung zeigen. Es ist drckend schwl; im Auto 32C. Das seit Tagen. Seit wir die Hhen der Appalachen verlassen haben, herrschen Temperaturen wie zuletzt im Sden Mexikos.

Auch unser Abstecher an die Atlantikkste, von dem wir uns so viel versprochen hatten, hat diesbezglich kaum Linderung gebracht. Wir besuchten die vorgelagerte Inselkette der Hattaras Islands mit dem gleichnamigen Kap, die sich weit in den Atlantik vorschiebt und mit ihren gefhrlichen Strmungen und Sandbnken eine Gefahr fr die Schifffahrt darstellte. Fr uns eine wunderschne Dnenlandschaft, auf der wir einen Stellplatz auf einem kleinen Campground finden. Schwimmen kann man im Meer allerdings nicht, dafr sorgen die mchtigen Brecher der heranrollenden Wogen. Wir genieen die frische Meeresbrise im Schatten des Campers. Nachts allerdings halten wir es drinnen kaum aus, vor allem wegen der winzigen kleinen Mcken, fr die die Moskitonetze keine Hindernisse darstellen. Morgens sind wir total zerstochen, so dass wir nach zwei Tagen das Weite suchen.
Die letzte Nacht verbrachten wir in einem Kiefernwald, ebenfalls bei tropischen Temperaturen und natrlich mit den gleichen winzigen Plagegeistern.
Strolch scheint es zu viel zu werden, er mchte pltzlich raus. Da er das Kratzen an der Tr bislang nur bei wirklich ernsten Anlssen zeigte, ffne ich ihm. Normalerweise kommt er dann bald nach Erledigung seines dringenden Geschfts zurck, diesmal allerdings nicht. Wir steigen aus, pfeifen rufen. Er bleibt verschwunden. Nach einer geschlagenen Stunde steht er dann pltzlich wieder vor der Tr, die nur mit unserem Moskitonetz verschlossen ist.
Kurze Zeit spter dann der Regen, nachdem immer wieder Blitze fr ein nicht abreiendes Wetterleuchten gesorgt hatten. Doch dieser Regen ist anders. Er scheint nicht aus einzelnen Tropfen zu bestehen; es hrt sich an, als wrde jemand den gesamten Inhalt mehrerer Badewannen auf einmal ber dem Auto auskippen.
Es wird immer schwieriger, einen Stellplatz fr die Nacht zu finden. Wir stehen nicht gerne auf Campgrounds, nicht nur wegen der unntigen Kosten, da wir keine Anschlsse fr Wasser, Abwasser und Strom haben wie die groen R+Vs der Amerikaner mit ihren meist ber 12m Lnge. Aber auch mit Strolch fhlen wir uns in der freien Natur wohler. Hier darf er bellen, sein Geschft erledigen und oft auch frei laufen.
Doch die Amerikaner sind vorsichtige Menschen. Alles ist weitrumig eingezunt, Zufahrten, Feldwege und was sonst von der Strae abgeht, ist zumeist versperrt oder mit Schildern wie Keep Out, No Trespassing, Posted oder diversen Warnungen versehen.
Gerade haben wir Besuch von einem Herrn mit Pickup, der sich unserem mhsam gefundenen Stellplatz nhert und wissen mchte: Whats going on, what are you doing here? Er erklrt, es sei ungewhnlich, dass jemand hier stnde, noch ungewhnlicher, dass er dann auch noch auf dem Computer tippe. Ob ich mich in ein Netz einhacken wolle? Und wieder erzhle ich die Geschichte unserer Reise, zeige den Reisebericht aus China und kann ihn schlielich berzeugen, dass wir harmlose Touristen sind. Dies allerdings erst, nachdem ich ihm den Personalausweis gezeigt habe. Ja, dies sei Neighbourhoodwatching, hier auf dem Land passe jeder auf den Nachbarn auf. Bse Menschen, oder auch nur ungewhnliche, htten hier keine Chance. Und ich msse damit rechnen, dass ein weiterer aufpassender Nachbar vorbei komme. Na ja, kennen wir schon. Frher war das zumeist der Sheriff.
Wir besuchen die Smokys mit dem gleichnamigen Nationalpark. Hier ist es deutlich khler, die Temperaturen fallen nachts manchmal bis auf 10C. Oft hngt dichter Nebel zwischen den Laub- und Nadelbumen dieses hchsten Gebirgszugs der sdlichen Appalachen mit rund 2000 m Hhe. Wir mssen noch rund zwei Wochen totschlagen, bis unser Flieger abhebt. Doch nach ein paar Tagen halten wir es nicht mehr aus; dieses Wetter ist irgendwie genau so schwer zu ertragen wie die zermrbende Hitze in den tiefer liegenden Gebieten.
Auf unserer Fahrt Richtung Atlanta treffen wir hufig auf Vertreter der Amish-People, jener seltsamen Menschen, die leben wollen wie ihre Urururgroeltern im vorvorigen Jahrhundert. Seltsam bekleidet, mit Rcken und bunten Kleidern die Frauen, mit Hosentrgern und wallenden Vollbrten die Mnner, kutschieren sie in Einspnnern ber die Highways. Wir finden einen herrlichen Campground am Ufer eines riesigen Binnensees, entstanden durch den Stau des Savannah-Rivers an der Grenze zwischen South Carolina und Georgia. Himmliche Ruhe, ein leichter Wind und pltschernde Wellen, als wir uns mit unserem winzigen Schlauchboot auf die endlose Wasserflche wagen. Kaum Besucher; auch im Sden der USA ist die Ferienzeit vorber.
God must have blessed you meint die ltere Dame am Beginn der Straenbaustelle, als sie uns mit dem Stoppschild anhlt und von unserer Reise um die Erde erfhrt, die wir mittlerweile ja hinter uns gebracht haben. Eigentlich schon seit wir Alaska erreichten. Hat uns Gott wirklich gesegnet? Frage ich mich, wenn ich mir deren Ablauf noch einmal vergegenwrtige. Da waren die endlosen Strecken in Sibirien, jene 20 000 km, die ich vllig allein zurckgelegt habe. Sie fhrten mich zu den Gulags an der Kolyma, nach Jakutzk und an den Pazifischen Ozean. Durch Hitze, Staub, ber zermrbende russische Straen. Im Anschluss daran durch die unendlichen mongolischen Weiten, durch von sanftem Prriegras bestandene Hgellandschaften. Hier fehlten Straen in unserem Sinn vllig. Bche waren zu furten, die uns und dem Auto alles abverlangten.
Unvergleichlich China, das Reich der Mitte, mit seiner viele tausend Jahre alten Kultur, die mittlerweile von der Moderne verdrngt wird. Explodierende Grostdte, einsame Steppen und Wsten, das Tibetische Hochland, Sauerstoffmangel in den Nchten, dichter Straenverkehr ohne jede Regelung, herzliche Menschen..Die Erinnerungen lassen sich nur schwer in Worte pressen. Mindestens ebenso endlos wie die sibirischen und mongolischen Steppen, doch viel der und rauer, zeigte sich dann die argentinische Pampa Die Hauptverbindungsstrae, die Routa Quarenta, war mit den sibirischen Rttelstrecken durchaus vergleichbar. Feuerland, das Ende der Welt, ein absoluter Hhepunkt der Reise. Unvergleichlich die Schnheit der Anden mit ihren Nationalparks und auf chilenischer Seite Patagonien. Stndiger Wind, oft Regen, auch im Sommer kalt. Die Armut der Urbevlkerung in Bolivien und Peru, die reichen Kulturschtze Mittelamerikas und endlich der Eintritt in die Urlaubswelt der USA und Kanadas..
Ja, Gott hat uns gesegnet. Mit tausend Erinnerungen an die liebenswerten Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, an tausende von Kontakten und an die unbeschwerten , stressfreien Monate unserer Reise in Nordamerika, die so gnzlich im Widerspruch zu den teilweise albtraumhaften Grenz- und Brokratieerlebnissen vorher stand. Doch auch Probleme gehren zu einer Reise um die Welt. Wir wollen sie nicht kleinreden und verschweigen, im nachhinein nicht einmal darauf verzichten. Am Ende werden ohnehin nur die positiven Eindrcke wirklich Bestand haben.

Kommentar

Frosch “Montana”

Hallo meine Lieben,
ein Lebenszeichen von uns aus den USA. Viel Spa damit.
Claudia und Gerd

Montana

Wir sind zurck in den USA. Der Grenzbertritt war wie erwartet problemlos; man hat uns sogar unser Visum fr volle drei Monate verlngert, so dass der Hundercktransport jetzt mglich werden drfte. Allerdings macht die Fluggesellschaft erneut rger. Die Flugvermittlung hatte mitgeteilt, dass ab dem 16. 9. Tiere transportiert wrden. Als wir erneut fr den 20. gebucht hatten, sollten wir den Hund anmelden. Darauf teilte man uns am Telefon mit, dass die KLM keine Tiere befrdern wrde.
Vor dem Grenzbertritt besuchen wir ein Museum fr Militrflugzeuge. Neben zahlreichen frhen Dsenjgern, Schulungsmaschinen, Waffen- und Fliegerausrstungen findet sich eine Lancaster. Diese viermotorige Fliegende Festung wurde hauptschlich im Bombenkrieg ber Deutschland eingesetzt und darf von den Besuchern begangen werden. Sehr gro, sehr beeindruckend. Vor allem, dass von 7300 eingesetzten Maschinen 3400 abgeschossen wurden. Man trauert um die toten Fliegerhelden, kein Wort aber fr die Opfer des Bombenterrors, der auf keine Weise zu rechtfertigen war. Aber das passt ins Bild: berall Hinweisschilder und Museen fr die glorreiche Besiedlung des Westens. Kein Wort ber Vlkermord und Vertreibung der indianischen Urbevlkerung. Dies wrde das Bild, das Amerika von sich selbst hat, ja auch gewaltig trben. So, jetzt ist es heraus. Aber das lag mir die ganze Zeit schon auf der Seele.
Montana, eine auf den ersten Blick todlangweilige Landschaft. Ebenes Ackerland, soweit das Auge reicht. Gerade werden die letzten Felder gemht, so dass die wogenden hren grauen Stoppelfeldern gewichen sind. ber allem spannt sich der unendliche Himmel, weshalb die Region auch Great Sky genannt wird. Diese riesige Ebene, einstmals voll mit unzhligen Bffelherden, beeindruckt mich. Farmen, kilometerweit voneinander entfernt, bestellen diese unendlichen Weiten. Wenn ich bedenke, dass frher unsere gesamte Familie von 10 ha leben musste, kann man nur vor Neid erblassen.
Aber Montana bedeutet eigentlich ja Gebirgsland. Weiter im Westen wird es seinem Namen auch gerecht. Von lichtem Kiefernwald bestandene Hhenrcken durchziehen das wellige Land, ber dem sich gerade dunkle Regenwolken zusammen brauen. Wir stehen an einem ausgetrockneten Bachlauf auf dem Gelnde eines aufgegebenen Campgrounds.
Eine tolle Landschaft, vor allem, als sich das Tal zu einem engen Canyon mit mehreren hundert Meter hohen Steilwnden verengt, die nur noch Platz fr den schmalen Fahrweg und den nun Wasser fhrenden Bach lassen.
Wir suchen die Geisterstadt Diamant-City. Der unbefestigte Weg fhrt uns tief in die Berge zu einem Ort, wo vor 150 Jahren Gold gefunden wurde. Da dies einem gewissen John White gelang, entstand White City, eine Stadt mit damals 1000 Menschen, die genau so schnell verlassen wurde, wie man sie erbaute. Heute muss man suchen, wenn man Reste der damaligen Zeit finden will. Wir kommen am Ende des Wegs zu einer verfallenen Goldgrberhtte. Da nirgends Verbotsschilder stehen oder kein Eigentumsvorbehalt erkennbar ist, greife ich wieder zur Goldpfanne. In einem tief eingegrabenen, wasserlosen Bachbett wasche ich die erste Pfanne. Das Wasser hatte ich extra in einem 4l Kanister mitgebracht. Und tatschlich: Gold! Wie wild buddle ich ein Loch ins Bachbett, einen knappen Meter tief. !50 l Flusskies transportiere ich die steile Wand hoch zum Auto und wasche sie rund 500m weiter im Tal, wo der Bach Wasser fhrt. Nicht zu beschreiben das Gefhl, wenn im letzten Kubikzentimeter schwarzem Sand dann die Goldflckchen auftauchen. Leuchtend gelb, selbst gewaschen und entdeckt!
Damit jetzt kein falscher Eindruck entsteht: Dort, wo Gold im Flusskies zu finden ist, betrgt das Verhltnis Gold zu Gestein etwa eins zu einer Million. Dies bedeutet, um ein Gramm Gold zu finden, im Wert von etwa 30 , muss man eine Tonne Kies mit der Kreuzhacke losschlagen, mit der Schippe in Eimer fllen, zum Auto transportieren, ans Wasser fahren und waschen. Ich habe mich einen ganzen Tag geqult wie ein Hund; fr den Geldwert kann man das nicht machen. Aber: Wenn das Gold in der Pfanne erscheint.. Und natrlich knnte ja auch endlich mal ein Nugget dabei sein. Doch die liegen begraben auf dem Grund des Bachbetts, vielleicht einen Meter tiefer, vielleicht auch zwei oder drei. Dazu brauchte man einen kleinen Bagger, einen LKW, Eine Waschmaschine fr den Kies, eine Erlaubnis der Behrden.. Und wenn man all dies hat, stellt man fest, dass der Goldgrber, dessen Htte in der Nhe steht, sie schon lngst aufgesammelt hat.

Thema- und Ortswechsel: Der Yellowstone- Nationalpark.

Yellowastone

Farbenspiel

Geysir

Dichter Schwefeldampf behindert die Sicht, als der Wind die grauen Schwaden vom Geysir zu uns herberweht. Tolle Farbspiele von dunkelblau zu goldgelb am Rand der Wassertrichter mit kochendem Inhalt. Zwar kennen wir das alles bereits aus Island, doch das Vulkangebiet des Yellowstones beeindruckt . Wren nur nicht die abertausend Menschen in den unzhligen Autos und Wohnwagen, die Straen, Parkpltze und Gehwege zu den Sehenswrdigkeiten verstopfen. Oft bewegen wir uns im Stop & Go- Verkehr und das, obwohl wir das Wochenende vermieden haben. Der Old Faithful, bekanntester Geysir, macht seinem Namen alle Ehre. Auf die Minute pnktlich kommt der Ausbruch, der von der riesigen Zuschauermenge freudig begrt wird. Die meisten haben, so wie wir, rund eine Stunde in der glhenden Sonne ausgeharrt, um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Als es dann passiert, verschwindet die Sonne gerade hinter einer dunklen Wolke und kommt nicht mehr zum Vorschein. Schade, der funkelnde Regenbogen kann sich so nicht zeigen.

Heisse_Quelle

Wyoming

Weiter geht in den Osten von Wyoming. Sobald wir die mehr als 3000m hohen Psse hinter uns haben, zeigen sich die Folgen des Regenschattens. Drre, braungelbe Steppe, auf der einst die Bisons grasten und die nur bei knstlicher Bewsserung Getreideanbau ermglicht. Am Ostrand der Rockys berraschen bizarre Hochgebirgslandschaften aus rotem Sandstein, berragt von schroffen Graten aus grauem Basalt. Wilde Flsse gruben tiefe Tler und fhren schumendes grnes Wasser.
Je weiter man nach Osten kommt, um so karger wird die Prrie, die sich in nichts von der argentinischen Pampa unterscheidet. Das Land, zu trocken zum Ackerbau, lsst sich nur als Viehweide nutzen. So finden sich zahlreiche Ranchen, deren Besitz mal wieder weitrumig eingezunt ist, so dass wir oft groe Mhe haben, einen Stellplatz fr die Nacht zu finden.
Ein weitrerer Nationalpark, die Badlands, liegen auf dem Weg. Hier hat die Erosuin, vor allem durch den stetigen Wind, den fruchtbaren Boden fortgeblasen. Verstrkt wurde dies von Versuchen, das Land zu beackern. Die Folge sind eine bizarre, kahle erodierte Landschaft, die nur noch Wildtieren eine Heimat bietet.

Badlands 1

Badlands 2

Kommentar

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